{"id":87794,"date":"2026-01-08T22:12:34","date_gmt":"2026-01-08T22:12:34","guid":{"rendered":"https:\/\/degreed.com\/experience\/?p=87794"},"modified":"2026-01-23T20:13:55","modified_gmt":"2026-01-23T20:13:55","slug":"lernwissenschaft-theorie-praxis-geschaeftskontext","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/degreed.com\/experience\/de\/blog\/lernwissenschaft-theorie-praxis-geschaeftskontext\/","title":{"rendered":"Lernwissenschaft in Theorie, Praxis und Gesch\u00e4ftskontext"},"content":{"rendered":"\n<p>Das menschliche Gehirn kann in der Regel nur drei neue Informationen gleichzeitig aufnehmen, bevor sich kognitive \u00dcberlastung einstellt. Und selbst Emotionen ver\u00e4ndern, wie Menschen lernen&nbsp;\u2013 oder ob sie \u00fcberhaupt etwas lernen. Neue Skills erlernen sie am besten durch deren \u00dcbung im Kontext. Dies sind Beispiele f\u00fcr die Lernwissenschaft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Faktoren, die Einfluss auf die Mitarbeiterentwicklung und darauf nehmen, wie gut (oder schlecht) sie in Ihrer Organisation funktioniert, sind enorm vielf\u00e4ltig. In Zeiten, in denen eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen im KI-Upskilling der Belegschaft besteht, ist die Bedeutung von konsistentem und effektivem Lernen gar nicht hoch genug einzustufen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Je schneller und effektiver Mitarbeitende lernen k\u00f6nnen, desto schneller kann sich Ihr Unternehmen anpassen. Der Weg dorthin f\u00fchrt \u00fcber die Wissenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie verstehen, wie Lernwissenschaft in der Theorie und Praxis sowie im Gesch\u00e4ftskontext funktioniert, k\u00f6nnen Sie ihre Vorteile f\u00fcr sich nutzen und so die Transformation Ihrer Belegschaft auf Hochtouren bringen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-in-der-theorie-was-ist-lernwissenschaft\">In der Theorie: Was ist Lernwissenschaft?<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Kern geht es dabei um die wissenschaftliche Erforschung, wie Menschen Wissen erwerben und zur Anwendung bringen. Die Disziplin vereint u.&nbsp;a. Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung, kognitiven Neurowissenschaft und Soziologie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Learning Algorithm: The Foundations of Learning Science and AI\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/tfMb_glFJwk?feature=oembed&enablejsapi=1&origin=https:\/\/explore.degreed.com\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie bei jeder Wissenschaft gibt es Unterkategorien und Nebenzweige. Wir konzentrieren uns jedoch darauf, was f\u00fcr die Belegschaft am relevantesten ist, n\u00e4mlich die Theorie der Erwachsenenbildung, auch Andragogik genannt. Sie <a href=\"https:\/\/www.cdc.gov\/training-development\/media\/pdfs\/2024\/04\/adult-learning-principles.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">verweist auf sechs zentrale Aspekte<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Relevanz:<\/strong> Dies ist ein g\u00e4ngiges Thema f\u00fcr alle, die im L&D-Bereich t\u00e4tig sind. Menschen m\u00fcssen wissen, warum sie etwas lernen. Sie m\u00fcssen nachvollziehen k\u00f6nnen, wie das, was sie lernen, zu ihrer Arbeit oder ihren Herausforderungen passt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Anwendbarkeit:<\/strong> Neben dem Verst\u00e4ndnis, warum und wie etwas f\u00fcr sie relevant ist, legen Erwachsene auch Wert auf praktische, konkrete Beispiele und darauf, Lerninhalte direkt zur Anwendung zu bringen. Zu sehen, wie sich Lernthemen in praktischen Szenarien umsetzen lassen, erm\u00f6glicht es ihnen, entsprechend zu \u00fcben und ihr Wissen effektiver anzuwenden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Intrinsische Motivation und Unabh\u00e4ngigkeit: <\/strong>Erwachsene begegnen obligatorischen Schulungen h\u00e4ufig mit einer geringeren Motivation. Am besten lernen sie, wenn ihnen die Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit einger\u00e4umt wird, ihre Entwicklung eigenst\u00e4ndig in der Weise zu steuern, wie es f\u00fcr sie am wichtigsten ist.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Extrinsische Zielsetzung: <\/strong>Auch wenn sie von sich aus hochmotiviert und unabh\u00e4ngig sind, ist es f\u00fcr Erwachsene wichtig, Fortschritte als Ergebnis des Aufwands zu sehen, den sie f\u00fcr das Lernen aufbringen. Klare Ziele, Meilensteine und Leistungskriterien machen Fortschritt und Erfolg erkennbar und steigern die Motivation.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Referenzierbare und nach au\u00dfen vermittelbare Arbeitserfahrungen: <\/strong>Im Unterschied zu Kindern verf\u00fcgen Erwachsene \u00fcber ein breites Spektrum an Vorkenntnissen und Erfahrung. Dieses Wissen gilt es, zu respektieren und zu ber\u00fccksichtigen. Insbesondere bedeutet es aber auch, dass Erwachsene sehr viel voneinander lernen k\u00f6nnen. Zusammenarbeit kann ein \u00e4u\u00dferst effektives Instrument bei Lernenden im Erwachsenenalter darstellen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verantwortlichkeit und Respekt:<\/strong> Aufgrund des Wissens und der Erfahrung, die Erwachsene bereits mitbringen, muss ihnen das Gef\u00fchl vermittelt werden, dass ihre Fachkenntnisse gleicherma\u00dfen gesehen wie gesch\u00e4tzt werden. Unabdingbar dabei: Erwachsene m\u00fcssen von der Schulungsleitung auf Augenh\u00f6he behandelt werden. Keinesfalls sind sie von oben herab zu behandeln&nbsp;\u2013 ganz gleich, ob sie einen neuen Skill gerade erst lernen oder nicht.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Theorien zu kennen, ist jedoch etwas v\u00f6llig anderes, als diese Theorien praktisch umzusetzen (Stichwort \u201eErfahrungslernen\u201c, auf das wir etwas sp\u00e4ter noch eingehen werden). Diese Theorien in die Praxis eines modernen und innovativen Arbeitsumfelds integrieren zu k\u00f6nnen, wird jedoch den Unterschied ausmachen: zwischen oberfl\u00e4chlichem Lernen am Arbeitsplatz und transformativer Bef\u00e4higung einer ganzen Belegschaft, sich neue Skills effektiv anzueignen und so die Zukunft zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-in-der-praxis-mit-angewandter-lernwissenschaft-zur-transformation-der-belegschaft\">In der Praxis: Mit angewandter Lernwissenschaft zur Transformation der Belegschaft<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Grunds\u00e4tze der Lernwissenschaft sind auf vielerlei Weise auf Programme zur Mitarbeiterentwicklung anwendbar, zumal technologische Weiterentwicklungen umso mehr M\u00f6glichkeiten hierf\u00fcr entstehen lassen. In vielen der praktischen Anwendungen, auf die wir hier eingehen werden, spiegelt sich dies wider: Sie stellen innovative Ans\u00e4tze dar, die Mitarbeitenden effektiver zur Erweiterung ihrer F\u00e4higkeiten verhelfen als klassische Methoden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-personalisiertes-lernen-mithilfe-von-ki-und-kontextbezogenen-skilldaten\">Personalisiertes Lernen mithilfe von KI und kontextbezogenen Skilldaten<\/h3>\n\n\n\n<p>Unsere Definition von \u201ePersonalisierung\u201c ist heute eine vollkommen andere als noch vor einigen Jahren. Seit der explosionsartigen Zunahme an Inhalten und E-Learning-Angeboten, die das Internet vor vielen Jahre losgetreten hat, k\u00f6nnen die Menschen beinahe zu allem Inhalte finden, was sie lernen m\u00f6chten. Als dies seinen Anfang nahm, f\u00fchlte es sich durchaus als eine Art Personalisierung an. Sogar den Relevanzgrundsatz der Erwachsenenbildung d\u00fcrfte es wenigstens zu einem gewissen Grad erf\u00fcllt haben, bot es doch den bis dato besten Weg zum Zugang zu ma\u00dfgeschneiderten Inhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Was heute m\u00f6glich ist, geht dar\u00fcber weit hinaus&nbsp;\u2013 und so reicht es auch nicht mehr aus, einfach nur Inhalte zu einem bestimmten Thema finden zu k\u00f6nnen. Immerhin ist heute von Social Media bis hin zu Video-Streaming-Diensten jeder andere Kanal automatisch auf die Pr\u00e4ferenzen und zuvor genutzten Inhalte seiner Benutzer:innen abgestimmt. Wenn Mitarbeitende also f\u00fcr einen gew\u00fcnschten Skill und ein entsprechendes Leistungsniveau Unmengen an Informationen durchgehen m\u00fcssen, um relevante Artikel oder Podcasts zu finden, sehen sie das als Zeitverschwendung an.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>KI hat den Zugang zu Inhalten auf ein neues Niveau gehoben&nbsp;\u2013 zugeschnitten auf Skill-Level, Rollen, Gesch\u00e4ftsziele und pers\u00f6nliche Schwerpunktbereiche. Darin findet sich der Grundsatz referenzierbarer Arbeitserfahrungen wieder: Vorkenntnisse und Erfahrung der einzelnen Lernenden werden direkt beim Kuratieren der f\u00fcr sie bereitgestellten Inhalte ber\u00fccksichtigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein solcher Grad des personalisierten Lernens kann mit einem f\u00fcr allgemeine Zwecke konzipierten Large Language Model (LLM) jedoch noch nicht erreicht werden. Eine KI, die Lernen individuell unterst\u00fctzen kann, ben\u00f6tigt den passenden <em>Kontext<\/em>. Pr\u00e4zise Skilldaten und Lerninhalte m\u00fcssen in sie ebenso integriert sein wie die Grunds\u00e4tze der Lernwissenschaft. Andernfalls schafft die KI es nicht \u00fcber das Szenario \u201eallgemeiner Input, allgemeiner Output\u201c hinaus, durch das viele Inhaltsempfehlungen bereits gekennzeichnet sind. So k\u00f6nnte sie etwa Inhalte empfehlen, die einem bestimmten Skillschwerpunkt Rechnung tragen, jedoch auf ein zu grundlegendes oder zu fortgeschrittenes Niveau f\u00fcr die jeweilige Person ausgerichtet sind. Somit m\u00fcssten Lernende auch weiterhin nach <em>passenden<\/em> Lerninhalten suchen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wird dieses Niveau ma\u00dfgeschneiderten Lernens jedoch mit weiteren KI-F\u00e4higkeiten kombiniert, werden einzigartige Lernerlebnisse m\u00f6glich, die bedarfsgerecht und interaktiv sind. Bestes Beispiel hierf\u00fcr sind KI-Coaches, automatisch generierte Tests mit Quizfragen und in Minutenschnelle generierte Multimedia-Lernpfade. Mitarbeitende erhalten damit eine gleicherma\u00dfen ansprechende wie unkomplizierte M\u00f6glichkeit, ihre Lernreise selbst in die Hand zu nehmen. Statt einfacher statischer Inhalte stehen ihnen jederzeit konkrete Erlebnisse zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Grunds\u00e4tze der Erwachsenenbildung kommen in diesen Innovationen perfekt zum Tragen. So machen sie relevante Inhalte auf Anhieb f\u00fcr Mitarbeitende verf\u00fcgbar, geben ihnen anhand KI-nativer Erlebnisse die Z\u00fcgel f\u00fcr die Gestaltung ihrer Weiterentwicklung in die Hand und gew\u00e4hrleisten dabei, dass die ihnen angebotenen Inhalte ihr bestehendes Wissen und ihre Arbeitserfahrung ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angewandte <\/strong><strong>Grunds\u00e4tze<\/strong><strong> der Erwachsenenbildung: <\/strong>Relevanz, Verantwortlichkeit und Respekt, referenzierbare Arbeitserfahrungen<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zusatzlicher-upskilling-ansporn-durch-zielsetzungen-meilensteine-und-anerkennung\">Zus\u00e4tzlicher Upskilling-Ansporn durch Zielsetzungen, Meilensteine und Anerkennung<\/h3>\n\n\n\n<p>Zertifikate und Badges f\u00fcr das Erlernen eines neuen Skills sind ein naheliegendes Mittel, um der Leistung Lernender Anerkennung zu verleihen. Da Leistung jedoch nur durch Fortschritt erreicht wird, bietet sich ein Ansatzpunkt, auch diesen Aspekt zu honorieren. Aus der Lernwissenschaft wissen wir um das hohe Gewicht intrinsischer und extrinsischer Motivation. Jedes Ziel, das erreicht wird, sollte demnach als positiver Verst\u00e4rker f\u00fcr die Lernproduktivit\u00e4t und Motivation wirken&nbsp;\u2013 was umso mehr daf\u00fcr spricht, den Weg zum Ziel um Meilensteine zu erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Leitungspersonen und F\u00fchrungskr\u00e4fte sind einzigartig positioniert, um solche Erfolgsmomente zu w\u00fcrdigen, beispielsweise in Meetings oder auf \u00f6ffentlichen Kan\u00e4len. Denn erwachsene Lernende legen Wert auf Respekt, aber auch auf Wertsch\u00e4tzung. Solche Gesten sind f\u00fcr sie mitunter genauso bedeutsam wie konkrete Auszeichnungen. In einer Folge unseres Podcasts \u201eThe Learning Algorithm\u201c zu dem Thema, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SgkYRHsARqk\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">wie Vorgesetzte KI zur Entwicklung ihrer Teams nutzten k\u00f6nnen<\/a>, empfiehlt Casey Adams, Vice President of Solutions Consulting and Enablement bei Degreed, Stationen im Lernfortschritt auf breiterer Basis im Team sichtbar zu machen, um eine Form der Anerkennung zu vermitteln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Adams betont, reicht es daf\u00fcr bereits aus, Mitarbeitenden zu sagen: \u201eSie haben das hier gelernt, zeigen Sie dem Team, wie Sie es umsetzen\u201c, und ihnen eine Plattform zu geben, auf der sie ihre neuen Skills teilen k\u00f6nnen. Teilerfolge auf diese Weise anzuerkennen, schafft M\u00f6glichkeiten zur Zusammenarbeit und st\u00e4rkt die Lernkultur im Team.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angewandte <\/strong><strong>Grunds\u00e4tze<\/strong><strong> der Lernwissenschaft: <\/strong>extrinsische Zielbestimmung, intrinsische Motivation und Unabh\u00e4ngigkeit<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Learning Algorithm: How Managers Can Use AI to Develop Their Teams\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/SgkYRHsARqk?feature=oembed&enablejsapi=1&origin=https:\/\/explore.degreed.com\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zuordnung-von-rollen-zu-skills-als-orientierungshilfe-fur-mobilitat-und-transformation\">Zuordnung von Rollen zu Skills als Orientierungshilfe f\u00fcr Mobilit\u00e4t und Transformation<\/h3>\n\n\n\n<p>Entscheidend daf\u00fcr, Ihren Mitarbeitenden zur Weiterentwicklung ihrer Skills zu verhelfen, ist ein klarer Wegweiser, wie sie von A nach B gelangen. Ganz gleich, ob es um Upskilling f\u00fcr Transformationsvorhaben der Gesamtbelegschaft oder individuelle Karrierebestrebungen geht: Ihre Mitarbeitenden k\u00f6nnen damit nachvollziehen, welche Skills sie auf welchem Level ben\u00f6tigen, um ihre Ziele zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen Sie dabei den Status quo als ersten Ansatzpunkt: <a href=\"https:\/\/degreed.com\/experience\/de\/blog\/accelerate-skill-development-role-expectations\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Legen Sie dar, welche Skills und zugeh\u00f6rigen Leistungsniveaus f\u00fcr die einzelnen Rollen innerhalb der Organisation ben\u00f6tigt werden<\/a>. Mitarbeitende wissen dadurch genau, was von ihnen erwartet wird, w\u00e4hrend F\u00fchrungskr\u00e4fte auf Anhieb Skill-L\u00fccken erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Darauf aufbauend k\u00f6nnen Sie die Zielsetzungen zur zuk\u00fcnftigen Skillentwicklung besser pr\u00e4zisieren, indem Sie die Anforderungen an einzelne Skills zugeh\u00f6rigen Leistungsniveaus abstecken. Ein Beispiel hierf\u00fcr w\u00e4re, dass eine Mitarbeiterin, die eine Leitungsposition anstrebt, im Bereich F\u00fchrungskompetenz von Level 3 auf Level 5 aufsteigen muss. Ebenfalls m\u00f6glich w\u00e4re die Zielsetzung f\u00fcr alle Mitarbeitenden, ihr Skill-Leistungsniveau im Bereich KI um ein Level zu erh\u00f6hen, um sowohl mit dem Wandel als auch den Transformationsvorhaben des Unternehmens Schritt zu halten. Konkrete Zahlen f\u00fcr diese Ziele sorgen daf\u00fcr, die Grunds\u00e4tze der Relevanz und Anwendbarkeit f\u00fcr Ihre Mitarbeitenden erlebbar zu machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept dahinter ist zwar nicht neu. Doch neuerdings ist es m\u00fchelos umsetzbar und auch skalierbar. M\u00f6glich wird dies durch KI-Innovationen, die den bislang manuellen Prozess der Zuordnung und Verkn\u00fcpfung automatisieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sind diese Informationen einmal zusammengestellt und f\u00fcr die F\u00fchrungsebene, Teamleitungen und individuellen Mitarbeitenden verf\u00fcgbar, helfen sie dem Management dabei, datenfundierte Personalentscheidungen zu treffen, und erleichtern es Besch\u00e4ftigten, die Erwartungen zu erf\u00fcllen und sich etwa auch in Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu engagieren, die \u00fcber die gegenw\u00e4rtigen F\u00e4higkeiten hinausgehen. Mitarbeitende k\u00f6nnen ihren Werdegang nun also selbstbestimmt gestalten, da sie einen klaren Wegweiser zur Orientierung an der Hand haben. Lernwissenschaftlich betrachtet finden sich darin die Grunds\u00e4tze der intrinsischen Motivation und Unabh\u00e4ngigkeit wieder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angewandte <\/strong><strong>Grunds\u00e4tze<\/strong><strong> der Lernwissenschaft: <\/strong>Relevanz, Anwendbarkeit, intrinsische Motivation und Unabh\u00e4ngigkeit<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-einsatz-von-ki-und-erfahrungslernen-zum-aufbau-echter-kompetenz\">Einsatz von KI und Erfahrungslernen zum Aufbau echter Kompetenz <\/h3>\n\n\n\n<p>Es ist an der Zeit, \u00fcber den rein passiven Konsum von Lerninhalten hinauszugehen. Aber kann man \u00fcber Inhalte wie Artikel, Videos oder Podcasts \u00fcberhaupt etwas lernen? Sicherlich. Lassen Sie mich zur Veranschaulichung eine Analogie von David Blake, Gr\u00fcnder und CEO von Degreed, verwenden: Nur weil ich etwas \u00fcber das Laufen lese, werde ich noch nicht zu einer versierten Marathonl\u00e4uferin.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Menschen lernen durch \u00dcbung, durch echte Erfahrungen, durch Versuch und Irrtum. Je \u00f6fter wir eine Sache praktizieren, desto selbstbewusster werden wir darin. Deutlich machen dies auch die Ergebnisse unseres Berichts<a href=\"https:\/\/get.degreed.com\/de-de\/how-the-workforce-learns\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Wie die Belegschaft lernt \u2013 GenAI<\/em><\/a>: Wie sich zeigte, war es bei den Benutzer:innen, die sich im Umgang mit generativer KI am sichersten f\u00fchlen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>beinahe doppelt so wahrscheinlich, dass sie GenAI t\u00e4glich nutzen<\/li>\n\n\n\n<li>4-mal so wahrscheinlich, dass sie GenAI auf reale Probleme anwenden<\/li>\n\n\n\n<li>um 32&nbsp;% wahrscheinlicher, dass sie arbeitsbegleitend lernen<\/li>\n\n\n\n<li>77-mal wahrscheinlicher, dass sie sich mit GenAI besch\u00e4ftigen und Kompetenzen aufbauen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Im Wesentlichen f\u00fchlten sich diejenigen Benutzer:innen am sichersten, die die Technologie tats\u00e4chlich nutzten und sich nicht nur passiv \u00fcber Lerninhalte damit befassten, was generative KI ist und wie sie eingesetzt wird. Dies ist ein klassisches Beispiel f\u00fcr Erfahrungslernen in der Praxis: Wer aktiv daran arbeitet, einen Skill zu entwickeln, wird umso kompetenter in dessen Anwendung im Alltag. Darin zeigt sich der fundamentale Unterschied zwischen Verst\u00e4ndnis und Anwendung von KI. Auf Grundlage dieser Erkenntnis k\u00f6nnen L&D-Teams mehr solcher Erfahrungen gezielt in Upskilling-Initiativen integrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bislang konnte Erfahrungslernen jedoch nur au\u00dferhalb des E-Learning-Workflows stattfinden. Teamleitungen oder L&D-Mitarbeitende mussten Zeit f\u00fcr die Ausgestaltung, Verwaltung und Pflege sowie daf\u00fcr aufwenden, den Teilnehmenden Feedback zu geben. Erfolgte dies z.&nbsp;B. in Form von einem Quiz, musste dieses zun\u00e4chst von jemandem erstellt werden. Beim \u00dcben einer Pr\u00e4sentation oder eines Gespr\u00e4chs musste wiederum jemand Zeit aufwenden, um teilzunehmen, Antworten zu geben, zu reagieren und um abschlie\u00dfend Feedback zu erteilen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen k\u00f6nnen Mitarbeitende hierf\u00fcr jedoch einen <a href=\"https:\/\/degreed.com\/experience\/de\/artificial-intelligence\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">KI-Agenten<\/a> nutzen. Damit k\u00f6nnen sie: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Pers\u00f6nliche Coaching-Sessions erstellen<\/li>\n\n\n\n<li>Pr\u00e4sentationen \u00fcben<\/li>\n\n\n\n<li>Wichtige Gespr\u00e4che im Rollenspiel simulieren<\/li>\n\n\n\n<li>Wissensbewertungen absolvieren<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Verglichen mit einem menschlichen Coach w\u00e4re ein solcher Agent wom\u00f6glich genauso effektiv oder sogar effektiver, da er auf das Skill-Level der jeweiligen Person ebenso Zugriff h\u00e4tte wie auf deren beruflichen Hintergrund, Ziele und grundlegende organisatorische Kenntnisse. Mit einem Mal wird aus dem passiven Konsum, der E-Learning bislang pr\u00e4gte, eine interaktive Lernerfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch KI-gest\u00fctztes Erfahrungslernen wird es f\u00fcr Mitarbeitende m\u00f6glich, neu erworbenes Wissen in einer risikoarmen Umgebung anzuwenden, sich auf wichtige Momente vorzubereiten, zu reflektieren und sofortiges Feedback zu ihrer Arbeit und ihren Fortschritten zu erhalten. Mit Blick auf die Lernwissenschaft kommen hier die Grunds\u00e4tze der Anwendbarkeit und intrinsischen Motivation direkt zum Tragen. F\u00fcr Teams wird klar erkennbar, wie ein Skill in ihrem Tagesgesch\u00e4ft anwendbar ist, was ihre Motivation st\u00e4rkt, sich selbst zu verbessern. Hinzu kommt der On-Demand-Aspekt, der ihnen die gew\u00fcnschte Unabh\u00e4ngigkeit im Lernprozess vermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem ist diese Strategie auch der Produktivit\u00e4t im Unternehmen zutr\u00e4glich. Denn wenn es Mitarbeitenden erm\u00f6glicht wird, das Gelernte in realen Szenarien zu \u00fcben und anzuwenden, erledigen sie dabei m\u00f6glicherweise auch echte Arbeit. Die Kombination von Lernen und Arbeitsleistung ist also ein Gewinn f\u00fcr alle.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angewandte <\/strong><strong>Grunds\u00e4tze<\/strong><strong> der Lernwissenschaft: <\/strong>Anwendbarkeit, intrinsische Motivation und Unabh\u00e4ngigkeit<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-im-geschaftskontext-generierung-von-wettbewerbsvorteilen-durch-lernwissenschaft\">Im Gesch\u00e4ftskontext: Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch Lernwissenschaft<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Zeit, bis ein erlernter Skill veraltet ist, auch Halbwertszeit von Skills genannt, betr\u00e4gt laut <a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/joemckendrick\/2024\/04\/30\/ai-puts-the-squeeze-on-the-shrinking-half-life-of-skills\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Forbes<\/a> heute nur noch rund vier Jahre&nbsp;\u2013 gegen\u00fcber zehn Jahren in der Vergangenheit. Bei KI-Skills ist die Halbwertszeit mit zwei Jahren sogar noch k\u00fcrzer.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Unternehmen ist von diesen Skills abh\u00e4ngig. Lernen sorgt daf\u00fcr, dass Mitarbeitende auf dem neuesten Stand bleiben. Und dies k\u00f6nnen sie umso schneller und effektiver, wenn ihre Lernprozesse anhand der Grunds\u00e4tze der Lernwissenschaft optimiert werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Oder anders ausgedr\u00fcckt: Lernen und Weiterentwicklung sind unerl\u00e4sslich, da sie das R\u00fcckgrat jedes vorausschauenden Unternehmens bilden, das sich anpassungsf\u00e4hig und f\u00fcr langfristigen Erfolg aufstellen m\u00f6chte. Wenn Ihre Mitarbeitenden in der Lage sind, wichtige neue Skills und F\u00e4higkeiten genau dann zu erwerben, wenn diese aufkommen, k\u00f6nnen sie in diesen Bereichen eine F\u00fchrungsrolle \u00fcbernehmen. K\u00f6nnen (oder wollen) sie sich die neuen Skills, die den Markt pr\u00e4gen, hingegen nicht aneignen, d\u00fcrfte Ihr Unternehmen sehr schnell ins Hintertreffen geraten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob Sie bereit f\u00fcr KI sind. KI mag derzeit zwar das dr\u00e4ngendste Thema in Sachen Upskilling \u00fcberhaupt sein. Doch wenn Sie Lernen in den Arbeitsablauf Ihrer Teams integrieren, erm\u00f6glichen Sie diesem, sich auf alles vorzubereiten und an alles anzupassen, was als N\u00e4chstes kommt. Lebenslanges Lernen ist f\u00fcr Mitarbeitende heute unerl\u00e4sslich, um mit dem stetigen Wandel Schritt zu halten. Genau daf\u00fcr kann ihnen die Lernwissenschaft die passenden Werkzeuge, Gewohnheiten und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Wachstum und Innovation an die Hand geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wird die Lernwissenschaft auf breiter Basis angewendet, tr\u00e4gt dies zu einer effektiveren, bedeutsameren und nachhaltigeren Mitarbeiterentwicklung bei. Die konkreten Vorteile f\u00fcr Unternehmen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Schnelleres Upskilling<\/li>\n\n\n\n<li>Datengest\u00fctzte Entscheidungen zu Personal- und Weiterbildungsthemen<\/li>\n\n\n\n<li>Bessere Nutzung der Potenziale entscheidender Umbruchphasen (wie der KI-Transformation)<\/li>\n\n\n\n<li>Aufbau einer resilienteren und anpassungsf\u00e4higeren Belegschaft<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-nutzung-der-lernwissenschaft-und-kognitiven-neurowissenschaft-zu-ihrem-vorteil\">Nutzung der Lernwissenschaft und kognitiven Neurowissenschaft zu Ihrem Vorteil<\/h2>\n\n\n\n<p>Letzten Endes gilt: Je schneller Ihre Mitarbeitenden lernen und sich weiterentwickeln k\u00f6nnen, desto erfolgreicher ist Ihr Unternehmen&nbsp;\u2013 ganz gleich, welche Umbr\u00fcche oder Herausforderungen die Zukunft bereith\u00e4lt. Ein entscheidender Erfolgsfaktor liegt im Verst\u00e4ndnis der Grunds\u00e4tze der Lernwissenschaft und wie diese zu schnellerem Upskilling beitragen k\u00f6nnen. Wenn Ihre Mitarbeitenden dazu bef\u00e4higt werden, sich anzupassen, und dazu auch motiviert sind, werden sie f\u00fcr alles bereit sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das menschliche Gehirn kann in der Regel nur drei neue Informationen gleichzeitig aufnehmen, bevor sich kognitive \u00dcberlastung einstellt. Und selbst Emotionen ver\u00e4ndern, wie Menschen lernen&nbsp;\u2013 oder ob sie \u00fcberhaupt etwas lernen. Neue Skills erlernen sie am besten durch deren \u00dcbung im Kontext. 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