
Arbeit wird durch KI so grundlegend verändert, dass Anpassungsfähigkeit zum obersten Gebot erwächst. Wie weit Ihr Unternehmen vorankommt, hängt davon ab, wie schnell und agil Ihre Belegschaft handelt.
KI ist für sich allein genommen noch kein Vorteil. Sie ist jederzeit für alle verfügbar – für Sie wie auch für Ihre Mitbewerber. Deshalb müssen Ihre Mitarbeitenden den Unterschied machen. So ist es in diesem Jahr wichtiger denn je, genauso viel – und am besten sogar noch mehr – in die Entwicklung von Menschen zu investieren als in Technologie.
Als Führungskräfte stehen wir in der Verantwortung, unsere Mitarbeitenden nicht nur produktiver zu machen, sondern dafür zu sorgen, dass sie ihre Arbeit jeden Tag ein Stück weit intelligenter und kompetenter erledigen können. Im Zeitalter der KI wird dies entscheidend sein, um Stabilität und Wachstum unserer Unternehmen zu sichern.
Einmal mehr sind es also die Menschen, mit denen alles beginnt und endet. Das galt schon im letzten Jahr und auch im Jahr davor. Neu jedoch sind die Werkzeuge, die wir zur Verfügung haben, um Menschen zu befähigen. Kennzeichnend hierfür sind die folgenden Entwicklungen:
KI wird Arbeitskräfte nicht ersetzen können.
Der Grund dafür: Wir können die durch KI ermöglichten Effizienzgewinne entweder so nutzen, dass jeder oder jede einzelne Mitarbeitende innerhalb derselben Wochenarbeitszeit mehr erledigt. Wir können sie aber auch so nutzen, dass in kürzerer Zeit dasselbe Arbeitspensum erreicht wird. Die kluge Entscheidung besteht darin, sich die Effizienzgewinne zunutze zu machen, um mit der gleichen Anzahl an Mitarbeitenden mehr Output zu erzielen, statt die Mitarbeiterzahl zu reduzieren und so den Output zu verlangsamen.
Dass Wettbewerbsvorteile dort entstehen, wo Menschen bereit sind, mehr Zeit zu investieren, wird sich niemals ändern.
Auch wenn KI immer leistungsfähiger wird, macht sie Arbeit nicht auf breiter Basis überflüssig. Erkenntnissen von Forbes zufolge wird KI auf Führungsebene stärker genutzt als in niedrigeren Leitungspositionen, wo die KI-Nutzung wiederum höher ausfällt als bei einzelnen Mitarbeitenden. Machen Sie sich klar, was das heißt: Die oberste Ebene lebt die Nutzung von KI vor und trägt so dazu bei, dass sie nach unten weitergetragen wird. Dennoch werden Sie in den Führungsetagen vermutlich keine Person finden, die allein aufgrund intensiver KI-Nutzung plötzlich Freizeit im Überfluss hat. KI ersetzt ihre Arbeit nicht, sondern verschiebt die Messlatte für Effizienz, Effektivität und Output nach oben.
Dass KI leistungsstärker wird, heißt keinesfalls, dass wir auf einmal weniger arbeiten müssen. Vielmehr bewirkt diese Entwicklung, dass Arbeitgeber künftig mehr Effekt bei gleichem Zeiteinsatz erwarten werden. Für den Arbeitsmarkt sind das gute Nachrichten.
Im Rahmen der McKinsey-Studie State of AI von 2025 nannten 80 % der Befragten Effizienz als Zielsetzung der KI-Initiativen ihres Unternehmens. Zugleich ist daran aber auch abzulesen, „dass häufig diejenigen Unternehmen den größten Wert mit KI generieren, die Wachstum oder Innovation als zusätzliche Ziele bestimmen. Genau darin liegt das wahre Potenzial einer KI-getriebenen Zukunft: Nicht einfach nur das, was wir bereits tun, schneller zu erledigen, sondern neue Arbeitsweisen zu entdecken sowie neue Wege zur Entwicklung und Innovation, die dem Unternehmen zu Wachstum verhelfen.
Hierzu ist KI alleine nicht in der Lage. Zukunftsfähige Lösungen für die Belegschaft können erst durch menschliches Wachstum und Kreativität entstehen. Andernfalls wird die KI-Transformation weder erfolgreich noch in großem Maßstab gelingen. Daran gibt’s nichts zu rütteln!
In einer von KI bestimmten Welt besteht die wichtigste Fähigkeit nicht darin, alles zu wissen, sondern zu wissen, was es als Nächstes zu lernen gilt. Entscheidend für die Zukunft der Arbeit ist nicht die Frage, wie intelligent unsere Maschinen werden, sondern ob wir gezielt in die Entwicklung menschlicher Kompetenz investieren.
In dieser neuen Ära der Arbeitswelt hängt Erfolg nicht davon ab, die fortschrittlichste KI zu haben. Vielmehr werden diejenigen herausstechen, die den Code für personalisiertes Lernen in großem Maßstab geknackt haben. Diejenigen, deren Belegschaft am agilsten in der Lage ist, Kompetenz aufzubauen und sich durch fortlaufendes Lernen weiterzuentwickeln.
Deshalb frage ich noch einmal: Sind Ihre Mitarbeitenden bereit, genau wie KI mit jedem Tag ein Stück weit intelligenter zu arbeiten?
Denn das sollten sie.

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