

Alle im KI-Labor behandelten Themen dienen experimentellen Zwecken oder befinden sich in der Entwicklung; zudem ist nicht garantiert, dass sie Teil der Degreed Produktsuite werden.
Ich musste einem Teammitglied schwieriges Feedback geben, und das bevorstehende Gespräch bereitete mir Bauchschmerzen. Dann meldete sich mein Invisible Coach per Slack, weil er den Gesprächstermin im Kalender gesehen hatte. Anstatt nur allgemeine Punkte zum Thema Feedback durchzugehen, bereitete mich der Coach konkret auf das anstehende Gespräch vor: Was macht mich nervös? Wo liegen meine Skill-Lücken? Wie kann ich mich verbessern? Der Coach erstellte sogar ein interaktives Rollenspiel, um das Gespräch zu üben.
Das beschriebene Szenario ist nur ein hypothetisches Beispiel. Aber einen solchen Prototyp für personalisiertes Coaching gibt es tatsächlich: Invisible, ein Experiment des KI-Labors. Dieser Coach integriert Lernen in Ihre Arbeitsabläufe und bettet es direkt in die Tools ein, die Sie ohnehin schon nutzen. So sehen Sie genau dann relevante, aufgabenbezogene Lerninhalte, wenn Sie sie brauchen.
Laut McKinsey führen Organisationen inzwischen rund 10 geplante Veränderungsinitiativen pro Jahr durch. Das sind fünfmal so viele wie vor zehn Jahren. Auf separate Lernoberflächen und zusätzliche Tools, die extra angesteuert werden müssen, können Mitarbeitende gut und gerne verzichten. Coaching sollte dort geschehen, wo die Arbeit stattfindet, mit dem passenden Kontext, der richtigen Expertise und Lernchancen, die sich ganz natürlich im Arbeitsalltag ergeben.
Die erste Ebene dieses Prototyps verfolgt einen einfachen Ansatz: Der Coach ist dort verfügbar, wo Menschen ohnehin arbeiten: in Slack, Teams, Textnachrichten, Gmail oder direkt in Claude, Gemini oder ChatGPT. Ohne zusätzlichen Login und ohne separates Coaching-Tool.
Auf den ersten Blick klingt das unspektakulär, bis man versteht, was das im Arbeitsalltag bedeutet. Eine Führungskraft, die wissen möchte, wie sie schwieriges Feedback am besten vermittelt, wird vermutlich nicht erst ein beliebiges Lernportal durchsuchen. Vielleicht fragt sie einfach Claude. Und wenn Claude bereits versteht, wie es Unterstützung leisten kann, und über den nötigen Kontext für personalisiertes Coaching verfügt, entsteht eine völlig neue Lernerfahrung. Dieser Kontext umfasst Hintergrundinformationen über Benutzer:innen und die Organisation, zum Beispiel ihre jeweiligen Rollen, vorhandene Skills und Kompetenzen, welche Skills im Unternehmen priorisiert werden und sogar Daten zur Leistung von Mitarbeitenden.
Das wäre also ein Coach, der in Ihrer Arbeitsumgebung verfügbar ist (und weiß, was Sie bereits wissen). So wird Lernen überall möglich, auch mitten im Arbeitsalltag.
Coaching entfaltet seine größte Wirkung, wenn es genau im richtigen Moment verfügbar ist. Wenn Sie sich erst coachen lassen, wenn Sie gerade eine freie Minute haben, verpassen Sie wahrscheinlich die Momente, in denen es am wichtigsten gewesen wäre.
Die zweite Ebene von Invisible sind daher ereignisbasierte Auslöser. Auslöser können beispielsweise eine Kalendereinladung für eine Leistungsbeurteilung oder ein anstehender Meilenstein in einem Programm sein. Invisible erkennt solche Situationen in verschiedenen verbundenen Plattformen und stellt rechtzeitig Coaching bereit. Auf diese Weise verwandelt sich eine Lektion in eine wertvolle Übung für den Arbeitsalltag. Ich muss nicht improvisieren, nur weil mir die Zeit zur Vorbereitung gefehlt hat. Mein Coach hat den Moment kommen sehen und mir proaktiv Unterstützung angeboten. Das ist Lernen im Arbeitsalltag in seiner natürlichsten Form.
Invisible erstellt sogenannte Programme: eine Abfolge von Schritten, die für eine einzelne Person basierend auf ihrem Ziel, ihrer letzten Sitzung und einem zur aktuellen Situation passendem Szenario generiert wird. Dafür analysiert es ein Profil, erstellt auf Basis des Bedarfs ein passendes Szenario und stimmt den Schwierigkeitsgrad bereits vor dem Start der Sitzung ab – so, wie es eine gute Führungskraft tun würde, wenn sie ein perfektes Gedächtnis und unbegrenzt Zeit hätte.
Kehren wir noch einmal zu meinem Beispiel mit dem Feedbackgespräch zurück. Ich bekam keine Lektion darüber, wie man grundsätzlich schwieriges Feedback vermittelt. Stattdessen erhielt ich Unterstützung für genau die Situation, in der ich wirklich Hilfe brauchte. Ich habe gelernt, mich auf die Aufgabe selbst zu konzentrieren und nicht nur auf das übergeordnete Thema. Dadurch wird alles, was der Coach bereitstellt, unmittelbar anwendbar.
Es lässt sich damit sogar eine bessere KI-Kompetenz aufbauen. Wir nutzen Invisible zum Beispiel, um Menschen direkt in Claude dabei zu unterstützen, Claude besser zu nutzen. Invisible kann diese Coaching-Sitzungen in Claude durchführen und dabei echten Kontext aus den Tools berücksichtigen, die bereits mit dem KI-Agenten-Ökosystem der Benutzer:innen verbunden sind. Dadurch lernen Menschen den Umgang mit KI genau dort, wo er stattfindet: im Kontext realer Aufgaben, nicht in einem losgelösten Standardkurs.
Das Coaching an sich mag „unsichtbar“ sein, aber die Ergebnisse sind sichtbarer denn je. Mitarbeitende sind besser auf herausfordernde Gespräche vorbereitet. Teams setzen die vorhandenen KI-Tools wirklich ein, weil das Coaching dort stattfindet, wo sie bereits arbeiten.
Der Wandel schreitet weiterhin rapide voran, und das Lernen muss Schritt halten. Coaching, das sich proaktiv einschaltet und sich an den jeweiligen Moment, die Situation und die individuellen Bedürfnisse anpasst, ist die bessere Lösung für eine Arbeitswelt, die sich schneller verändert, als sich klassische Schulungen darum herum organisieren lassen.
Zur Erinnerung: Viele Ideen aus dem KI-Labor bleiben zunächst dort, und auch Invisible befindet sich weiterhin in der Experimentierphase. Wir arbeiten täglich daran und verbessern es Schritt für Schritt. Das gibt Ihnen die Chance, diese Entwicklung von Anfang an mitzugestalten.
Wenn Sie erfahren möchten, wie das Projekt voranschreitet, folgen Sie mir auf LinkedIn oder kontaktieren Sie mich dort direkt. Ich gebe gerne Einblicke in den Prozess und freue mich über Ihre Rückmeldungen.

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