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Personalisierte Schulungen für Fortgeschrittene: Lernansätze für die nächste Mitarbeitergeneration

Schätzungen zufolge werden Mitarbeitende der Generation Z (Geburtsjahrgänge zwischen 1997 und den 2010er-Jahren) bis 2030 74 % aller Beschäftigten weltweit ausmachen. Damit einher geht ein Wandel Ihrer Belegschaft – von den Anforderungen und Erwartungen der Mitarbeitenden bis zu bisher üblichen Arbeitsmodellen. Ursache hierfür sind Generationenwechsel und Veränderungen aufgrund von Technologie.

Doch selbst vor dem Hintergrund geradezu tektonischen Verschiebungen, wie sie das KI-Zeitalter mit sich bringt, hängt die Fähigkeit zu Veränderung und Anpassung nicht ausschließlich von Technologie ab. Vielmehr hängt sie von den Menschen ab. Und was sie dafür benötigen, ist Personalisierung. Umso mehr gilt dies für die jüngeren Generationen, die gerade erst in den Arbeitsmarkt eintreten. Zukunftsorientierte Unternehmen müssen neue Erwartungen rund um Hyper-Personalisierung und -Kuratierung von Lerninhalten erfüllen und zugleich die Skills entwickeln, die für ihr Geschäft entscheidend sind. 

Neues Entwicklungskonzept für veränderte Mitarbeitererwartungen

Menschen sind zwar individuell verschieden, doch das Verständnis generationsbedingter Tendenzen am Arbeitsplatz kann Unternehmen helfen, Beschäftigte besser zu integrieren – generationsübergreifend ebenso wie im Hinblick darauf, veränderte Arbeitsstile zu antizipieren. 

Mit Plattformen wie Netflix, TikTok oder Amazon, die Empfehlungen und Feedback für ihre Nutzerschaft konsequent personalisieren, sind jüngere Jahrgänge wie die der Generation Z aufgewachsen. Ihre Erwartungshaltung an individuell zugeschnittene, bei Bedarf abrufbare Inhalte ist daher womöglich höher als bei älteren Generationen. Beispielsweise erhalten laut Involve 81 % der Vertreter:innen der Generation Z gerne personalisierte Werbeanzeigen. 

Würden Sie jemanden aus der Generation Z fragen, wie er oder sie letzte Woche einen neuen Skill erlernt hat, ist es gut möglich, dass Sie ChatGPT als Antwort erhalten werden. Erkenntnissen von Randstad zufolge nimmt 75 % dieser Generation KI beim Upskilling zur Hilfe. Warum auch nicht? Schließlich spricht KI direkt und personalisiert auf ihre Anfragen an.

Die Frage ist allerdings, ob sich das in Ihrem aktuelles Lern- und Schulungsmodell abbilden ließe. Vermutlich eher nicht. In Sachen Mitarbeiterschulung stellt die Generation Z den Status quo infrage. Kommt KI in Ihrem Lernökosystem nicht vor, bleiben womöglich auch die Lernanforderungen einer zunehmenden Zahl Ihre Mitarbeitenden außen vor.

Der Weg zu bestmöglich personalisierten Schulungen mit KI

In einer Studie von Deloitte nannten die Befragten der Generation Z das Thema Lernen und Mitarbeiterentwicklung als einen der drei wichtigsten Gründe für die Wahl ihres aktuellen Arbeitgebers. Geht man nun davon aus, dass die Mehrheit dieser Generation beim Upskilling auf KI zurückgreift, gilt es umso mehr für Ihr L&D-Programm, dieser Präferenz Ihrer sich verändernden Belegschaft Rechnung zu tragen. Damit Weiterentwicklung bei der jüngeren Mitarbeitergeneration funktioniert, muss KI zu einem nahtlosen Element Ihres Lernprozesses und -ökosystems werden. 

Führungsstil und Kultur

Für eine effektive Nutzung von Technologien, die so grundlegend neu sind wie KI, benötigen Mitarbeitende Anleitung und Unterstützung. Ein Unternehmensumfeld, in dem die Arbeit und das Experimentieren mit KI gefördert wird, ist hierfür ein wichtiger Aspekt. Gefragt sind jedoch auch Leitschienen und Anwendungsfälle durch die IT- und Rechtsabteilung, damit sie sich dabei auch sicher fühlen. Diese Klarheit legt den Grundstein für eine informiert und selbstbestimmt agierende Gesamtbelegschaft und erleichtert es, KI in die Kultur zu integrieren.

Dabei kann es viel bewirken, wenn Führungskräfte als KI-Lernchampions auftreten, indem sie die Technologie für ihre eigene Weiterbildung nutzen und im gleichen Zug die Mitglieder ihres Teams dazu ermutigen. Mit der Hand am Puls der Lernthemen ihrer Teams können Ihre Führungskräfte zudem Erfolge wie auch Chancen zur Weiterentwicklung direkt erkennen und ins Rampenlicht rücken.

Wie Casey Adams, Vice President of Solutions Consulting and Enablement, betont, reicht es dafür bereits aus, Mitarbeitenden zu sagen: „Sie haben das hier gelernt, zeigen Sie dem Team, wie Sie es umsetzen“, und ihnen eine Plattform zu geben, auf der sie ihre neuen Skills teilen können. Teilerfolge auf diese Weise anzuerkennen, schafft Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und stärkt die Lernkultur im Team.

Tools und Plattformen für personalisiertes Lernen

Oftmals ist der Blick von Unternehmen zuallererst auf KI-Tools und -Plattformen gerichtet. Umso höher fallen Jahr um Jahr die Investitionen in KI aus. Nach unserer Überzeugung kann der Wandel nur beim Menschen beginnen, aber natürlich nicht ohne die zentrale Rolle von Lerntools außer Acht zu lassen, die den Wandel ermöglichen. Damit Ihre KI bestmöglich zum Lernen beitragen kann, sollte sie eine Reihe von Fähigkeiten mitbringen. 

Zu achten ist etwa darauf, dass Ihre für L&D eingesetzte KI über Kontext und Skilldaten verfügt und dabei die Grundsätze der Lernwissenschaft integriert. Weitreichende Interoperabilität oder die Fähigkeit, nahtlos mit bestehenden HR- und IT-Tools zu funktionieren, ist das A und O, um KI-gestütztes Lernen in den Arbeitsalltag integrieren zu können. Ein hoher Grad an Interaktivität innerhalb der KI-Tools sorgt wiederum für stärkere Benutzerresonanz.

Um diesen Wandel zu gestalten, müssen Führungskräfte, Personal- und IT-Teams im gesamten Unternehmen zusammenarbeiten. Davon profitieren jedoch nicht nur Ihre Mitarbeitenden. Es ist auch unerlässlich für die Zukunftssicherheit und Wachstumsstärke Ihres Unternehmens.

Gewährleistung höchstmöglicher Produktivität der neuen Generation Berufstätiger

Bei Mitarbeitenden der Generation Z ist die Abwanderungsrate besonders hoch: Randstad zufolge fällt sie in keiner anderen Generation höher aus, mit einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von nur 1,1 Jahren in den ersten fünf Berufsjahren. Mit dieser Mitarbeitergruppe können Unternehmen also einfach nicht mehr so lange rechnen, wie sie es bei Vertreter:innen älterer Generationen gewohnt waren. Um bei dieser Generation von größtmöglicher Arbeitsleistung und Expertise profitieren zu können, müssen Unternehmen daran arbeiten, die Mitarbeiterbindung und -produktivität zu verbessern – und das über eine deutlich kürzere Zeitspanne. 

Hierzu gilt es zunächst einmal, Neuzugänge so schnell und effektiv wie möglich einzuarbeiten, damit sie in möglichst kurzer Zeit produktiv werden. Unternehmen, die dabei auf formalisierte Schulungsprogramme setzen, erzielen einen um 218 % höheren Umsatz pro Mitarbeiter:in als Unternehmen ohne solche Programme. 

Personalisierung und KI sind der Schlüssel zur Verkürzung der Einarbeitungszeit. Mit einer KI für maßgeschneiderte Schulungen, die exakt auf die Skills, Arbeitserfahrungen und Leistungsniveaus Ihrer Mitarbeitenden abgestimmt sind, können Sie sicherstellen, dass keine Lernzeit verschwendet wird. Jede Minute wird für Inhalte mit direkter Relevanz für den oder die Mitarbeiter:in genutzt, was auch zu einer höheren Lernmotivation führt.

Mit KI wird der menschliche Aspekt des Lernens nicht ersetzt, sondern beschleunigt.

Personalisiertes Lernen: Der Schlüssel zu mehr Anpassungsfähigkeit und Erfolg

Indem Sie Ihre Belegschaft zum Lernen verhelfen, verhelfen sie ihr zu Anpassungsfähigkeit. Und wenn sie sich an die stetigen Veränderungen des Umfelds anpassen kann, wird sie langfristig erfolgreich sein. Personalisierung ist entscheidend, um für die jüngste Generation Ihrer Belegschaft attraktiv zu bleiben und sie dabei zu unterstützen, in der heutigen Arbeitswelt Fuß zu fassen und voranzukommen.

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