Über Degreed  •  Artikel  •  4 Min.

Skill-Intelligence ist kein Feature, sondern ein Fachgebiet – und KI bringt es voran.

Mit Liz Tan Levy als Chief Product Officer verstärken wir unser Führungsteam um eine erfahrene Produktstrategin – ein Schritt, der die künftige Ausrichtung von Degreed deutlich unterstreicht.

Es gibt heute keinen Anbieter für HR-Technologie mehr, der sich nicht auf die Fahnen schreibt, „von Grund auf skillorientiert“ zu sein.

Ob in Präsentationen, der Nomenklatur der Branche, den Produkt-Screenshots mit Skill-Tags und Kennzahlen zu Kompetenzlevels oder den Pressemitteilungen, die KI als Lösung präsentieren, um die richtigen Lerninhalte zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen: Durch die Bank weg präsentiert der Markt inzwischen dieselbe Story – und alle erzählen ihre jeweils eigene Version davon.

Doch bei der Skill Intelligence klafft oft eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Vieles klingt überzeugend, lässt sich in der Praxis aber nur schwer umsetzen.

Für echte Skill Intelligence müssen mehrere Faktoren zusammenkommen: eine transparente Sicht auf vorhandene Kompetenzen, die Identifizierung von Skill-Lücken sowie die Fähigkeit, diese gezielt zu schließen. Dies erfordert eine seltene und spezielle Kombination aus Folgendem: Umfassende Expertise hinsichtlich der Definition, Validierung und Abbildung von Skills innerhalb einer Belegschaft. Die Fähigkeit, Lernsignale mit aussagekräftigen Ergebnisdaten zu verknüpfen. Ein Gespür dafür, die damit verbundene Komplexität in etwas zu übersetzen, das für Menschen tatsächlich umsetzbar ist. Und nicht zuletzt die Beharrlichkeit, es richtig zu machen, denn wenn es um Skillinfrastruktur geht, werden Abkürzungen auf lange Sicht zum Problem.

Eine Produkt-Roadmap kann diese Faktoren nicht in sich vereinen. Das können nur Menschen, die ihre gesamte berufliche Laufbahn der zugrunde liegenden Materie gewidmet haben – und davon gibt es nicht viele.

Genau deshalb haben wir Elizabeth Tan Levy als Chief Product Officer zu Degreed geholt.

Die perfekte Kandidatin zum perfekten Zeitpunkt

Liz‘ Karriere verläuft seit jeher an der Schnittstelle zwischen Skilldaten, Personal-Intelligence und der Entwicklung von KI-Produkten – und ist entsprechend nicht durch Stationen geprägt, die mehr oder weniger eng miteinander verknüpft sind und nur zufällig ein skillorientiertes Erfahrungsbild ergeben. Vielmehr zieht sich ein konsequenter Fokus durch ihre Laufbahn: die Frage, wie Unternehmen Skills sichtbar machen, messen und gezielt für ihren Erfolg nutzen können.

So auch beim Burning Glass Institute: In dem unabhängigen Forschungsinstitut, das weithin als die weltweit präziseste und verlässlichste Quelle von Skill-Intelligence für den Arbeitsmarkt gilt, verantwortete Sie zuletzt den Aufbau eines KI-gestützten Forschungs- und Datenteams. Mit Lightcast war sie zuvor bei einem Spezialisten für Personalanalytik tätig, auf dessen Skilltaxonomie und Arbeitsmarktdaten Unternehmen, staatliche Stellen und Hochschulen einige ihrer wichtigsten Personalentscheidungen stützen. Dort trieb sie die Wachstumsstrategie in verschiedenen Rollen mit Produktfokus voran, nachdem sie in ihrer vorherigen Tätigkeit bei Reed Elsevier bereits die Entwicklung und Einführung von Produkten für personalisierte Lern- und Inhaltsempfehlungen begleitet hatte.

Was ihre Erfahrung aus all diesen Tätigkeiten verbindet, ist die Frage, die es dabei zu beantworten gilt: Wie lässt sich die enorme Komplexität von Skills – wie Menschen sie entwickeln, wie Unternehmen sie benötigen und wie der Markt sie bewertet – in etwas überführen, das konkret zu Entscheidungen beitragen kann?

Genau dieses Problem zu lösen, ist der Kern von Degreed. Was uns direkt zu der Frage bringt, auf deren Antwort wir unsere Entwicklung nun ausrichten: Wie kann Intelligence so genutzt werden, das sie nicht nur informiert, sondern agiert?

Der Markt stellt heute kritischere Fragen.

Bis vor Kurzem war die Skillthematik im Kontext von Unternehmenstechnologie in erster Linie von Absichten geprägt: Von skillbasierten Organisationsstrategien, Skillpässen, Skilltaxonomien, von der Vision, dass die Fähigkeiten sämtlicher Mitarbeitenden genau nachvollzogen werden können und berufliche Weiterentwicklung davon bestimmt wird, was Menschen tatsächlich leisten können – und nicht davon, an welcher Universität sie studiert haben oder wie lange sie bereits in einer Rolle tätig sind.

Diese Vision prägt Degreed bis heute. So zeigt die jüngste Untersuchung von Fosway, dass Upskilling bereits das zweite Jahr in Folge die wichtigste L&D-Priorität darstellt. Mit Blick auf den Markt ist der Zeitpunkt also perfekt.

Verändert hat sich jedoch die Diskussion: Unternehmen fragen nicht mehr: „Sollen wir skillorientiert werden?“ Stattdessen lautet die Frage nun: „Woher wissen wir, dass wir damit Erfolg haben werden?“ CFOs erwarten einen belastbaren Nachweis des ROI. CIOs stellen die Dateninfrastruktur auf den Prüfstand. L&D-Verantwortliche, die Jahre damit verbracht haben, ihren Business Case zu entwickeln, müssen nun Ergebnisse liefern. Und zwar nicht anhand strategischer Worthülsen oder Abschlussquoten, sondern durch belastbare Nachweise dafür, dass Skill-Lücken geschlossen werden und daraus ein messbarer Geschäftswert entsteht.

Genau darin liegt jedoch die Schwierigkeit – zu lösen ist sie nur mit einem neuartigen Produkt.

Was wir entwickeln – und welche Rolle Liz dabei spielt.

Unsere Vision ist nichts weniger als das weltweit führende Skillprofil: ein lebendiges Abbild der Fähigkeiten, Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten jeder einzelnen Person – und ihrer Bedeutung für die Ziele und Anforderungen des Unternehmens. Dieses Skillprofil ist weder statisch noch eine Momentaufnahme. Es ist eine intelligente, fortlaufend aktualisierte Ressource, an der Unternehmen ihre Maßnahmen präzise ausrichten können.

Diese Vision beinhaltet zwei Komponenten, die untrennbar miteinander verbunden sind.

Die erste besteht in umfassender Skill-Intelligence – von der Präzision der Datenebene über die Vollständigkeit der Skilltaxonomie bis hin zur Genauigkeit der Skills, die aus diversen Lernsignalen abgeleitet werden. Diese Aufgabe betrifft die Infrastruktur. Sie ist wenig klangvoll, bildet aber das Fundament, auf dem alles andere aufbaut. Wer hier Abkürzungen nimmt, zahlt langfristig einen Preis. Deshalb hat dieser Aspekt bei Degreed seit jeher höchste Priorität.

Die zweite Komponente sind KI-Tools mit der Fähigkeit, Dateneinblicke in konkrete Aktionen zu überführen. Gestalten wollen wir diese Zukunft mit Maestro: einer KI, die nicht nur die passenden Lerninhalte zur richtigen Zeit bereitstellt, sondern Unternehmen aktiv beim Schließen von Skill-Lücken unterstützt, Möglichkeiten zur Weiterentwicklung empfiehlt und die Bereitschaft der Mitarbeitenden in einer Weise nachvollziehbar macht, die gezielte geschäftliche Entscheidungen ermöglicht.

Liz ist bei uns, um beides voranzubringen. Dank ihrer weitreichenden Erfahrung rund um Personaldaten und KI-gestützte Produkte ist sie mit dem gesamten Stack bestens vertraut – von der Integrität der Skilltaxonomie bis hin zur Gestaltung eines Produkterlebnisses, das die Intelligence benutzerfreundlich umsetzbar macht. Ihre Aufgabe besteht in der Weiterentwicklung dessen, was Degreed aufgebaut hat, um es noch gezielter darauf auszurichten, wohin sich der Markt bewegt.

Ein wichtiger Punkt zum Schluss

Wir wissen, dass ein Blogbeitrag über eine neue Leiterin der Produktentwicklung sehr unterschiedlich aufgenommen werden kann. Immerhin könnte man diese Bekanntgabe auch in die Kategorie „viel Lärm um nichts“ einordnen: Ein eindrucksvoller Werdegang, der in großen Worten verpackt wird, um darüber hinwegzutäuschen, dass sich eigentlich noch gar nichts geändert hat.

Deshalb möchten wir klarstellen, was wir damit aussagen möchten und was nicht.

Wir unterstreichen damit eine gezielte Investition in die Menschen und die Produkttiefe, die nötig sind, um das Zeitalter KI-gestützter Skill-Intelligence ins nächste Kapitel zu führen. Wir zeigen damit auf, wohin die Reise gehen soll, erheben jedoch nicht den Anspruch, unser Ziel bereits erreicht zu haben.

Liz ist ab sofort Teil unseres Teams. Die gemeinsame Arbeit ist bereits in vollem Gange. Von nun an lassen wir unser Produkt für sich sprechen.

Elizabeth (Liz) Tan Levy ist Chief Product Officer bei Degreed. Sie kommt vom Burning Glass Institute zu uns, bei dem Sie für die Leitung des Funktionsbereichs für KI-gestützte Datenanalyse und Forschung verantwortlich war.

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