

Teil eins der dreiteiligen Reihe.
Halten Sie Ihren Notizblock bereit – oder klappen Sie den Laptop auf –, denn jetzt wird auf höchstem Niveau gelernt. Nicht über die Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften. Auch nicht über die Geschichte der westlichen Zivilisation. Etwas Geschichte gibt es dann aber doch. Nämlich dazu, wie sich Corporate Learning in den letzten zehn Jahren stärker verändert hat als in der gesamten Zeit davor – und warum sich die Lerninhalte nun ganz anders präsentieren als in der Vergangenheit.
Corporate Learning ist in diesem Jahrzehnt von Veränderungen geprägt, die tiefgreifender sind als alles, was der Bereich in den vorangehenden Jahrzehnten erlebt hat. Und das Tempo der Veränderungen beschleunigt sich täglich. Bis vor ein paar Monaten verstand man unter „Personalisierung“ von Schulungen noch oberflächliche Empfehlungen eines Algorithmus, der Kurse je nach Abteilung oder Stellenbezeichnung vorschlug. Das war zwar hilfreich, aber oft sehr allgemein gehalten.
Doch dank KI ist Personalisierung endlich in einer Weise möglich, die ihrem Versprechen gerecht wird. Moderne Plattformen mit integriertem KI-Modell sind in der Lage, sämtliche Lernenden individuell zu verstehen – ihre aktuellen Skills, ihre Karriereziele, ja sogar ihren bevorzugten Lernmethoden – und sich in Echtzeit an die Entwicklung dieser Anforderungen anzupassen. Das bedeutet jedoch nicht, Mitarbeitenden einfach nur Inhalte zuzuweisen, die zu ihnen passen. Vielmehr entstehen dabei individuelle, adaptive Lernreisen, die sich gemeinsam mit ihnen weiterentwickeln.
Lassen Sie uns in die erste Lektion eintauchen.
Der Wandel ist nicht nur theoretischer Natur, sondern verändert bereits jetzt die Geschäftswelt. Unternehmen, die KI-gestützte Lernplattformen einsetzen, melden eine Steigerung der Schulungseffizienz von 57 %. Die Mitarbeitenden schließen Kurse schneller ab, behalten mehr Wissen und wenden es effektiver in ihrer Arbeit an.
Personalisierte Schulungen beschleunigen die KI-Transformation und die Erfüllung von Compliance-Anforderungen, tragen zur Veränderung von Verhaltensmustern bei und ermöglichen die Entwicklung von Führungskompetenzen in Rekordzeit. Für Führungskräfte ist dies eine einmalige Chance. Lernen ist nicht mehr nur ein „Nice-to-have“, sondern ein entscheidender Schlüssel für Leistung, Agilität und Mitarbeiterbindung im Zeitalter der KI.
KI-gestützte Lernerfahrungen, die den jeweiligen Skillkontext berücksichtigen und direktes Feedback liefern, können auf Abruf in Echtzeit kuratiert werden – eine Entlastung für Führungskräfte und Admins, während die Mitarbeitenden lernen können, wann immer sie es benötigen und Zeit dafür haben.
Der nachfolgende Vergleich zeigt, wie KI klassische Ansätze personalisierten Lernens neu definiert:
| Personalisiertes Lernen nach klassischer Methodik | Personalisiertes Lernen gestützt auf KI |
| Basierend auf statischen Daten wie Rolle, Titel oder Abteilung | Basierend auf dynamischen Echtzeitdaten, einschließlich Skills, Zielen, Leistung und Kontext |
| Allgemeine Kursempfehlungen mit begrenzten Aktualisierungen | Adaptive Empfehlungen, die sich je nach Rollen, Projekten und Geschäftsanforderungen weiterentwickeln |
| Einheitliche Lernpfade | Maßgeschneiderte und entwicklungsfähige Lernpfade |
| Fokus auf die Bereitstellung von Inhalten | Fokus auf Kompetenzaufbau durch Feedback, praktische Übung und Coaching |
| Anpassung der Schulungsprogramme in bestimmten Abständen | Anpassung in Echtzeit an die Bedürfnisse der Lernenden |
| Schwerpunkt hauptsächlich auf formellen Schulungen | Kombiniert formelles Lernen, informellen Wissensaustausch und Praxiserfahrung |
| Begrenzte Unterstützung und Nachverfolgung | Bietet Anleitung wie ein persönlicher Coach, mit messbaren Ergebnissen |
KI hat inzwischen in nahezu allen Unternehmensbereichen Einzug gehalten: In einer Untersuchung von McKinsey gaben 78 % der Unternehmen an, KI in mindestens einem ihrer Geschäftsprozesse einzusetzen. Schulungen und Mitarbeiterentwicklung sollten hierbei nicht die Ausnahme bilden. Dies gilt umso mehr, da diese Art des Lernens entscheidend dafür sein wird, die Belegschaft fit für KI zu machen.
Für diese Lektion haben wir Stephen Elrod hinzugezogen, unseren Experten für Lernstrategien und Senior Vice President of Global Delivery. Laut Stephen stellt sich nicht mehr die Frage, ob KI für das Lernen eingesetzt werden sollte, sondern wie. Konkrete Ansatzpunkte hierfür bieten diese Best Practices, mit denen Sie noch heute beginnen können:
KI ist kein Ersatz für menschliches Lernen, sondern eine Bereicherung. Sie ist für sämtliche Mitarbeitenden wie ein persönlicher Coach, der zeitnahe, relevante und umsetzbare Karrierechancen aufzeigt. Außerdem unterstützt KI Organisationen dabei, dieses Maß an Personalisierung auf die gesamte Belegschaft auszuweiten.
Umsetzbar ist diese Echtzeit-Anleitung beispielsweise über einen Coach für die Weiterbildung von Führungskräften oder sogar in Form eines dialogorientierten Rollenspiels, das sofortiges Feedback liefert. Auf dieser Grundlage können Mitarbeitende die Lernerfahrungen beliebig oft wiederholen – stets individuell auf sie zugeschnitten und so lange, bis sie sich sicher fühlen. Durch diese Reaktionsfähigkeit wird die jeweilige Situation in einer Weise berücksichtigt, wie sie beim Lernen bislang unmöglich war.
Der Kernpunkt: Dank KI ist personalisiertes Lernen keine Zukunftsvision mehr, sondern Realität. Unternehmen, die KI gezielt einsetzen, werden mit dem Wandel nicht nur Schritt halten, sondern ihn aktiv mitgestalten.

Hausaufgaben für L&D-Verantwortliche
Gute Lektionen zeichnen sich immer durch einen Moment der Reflexion aus.
Besprechen Sie dies bei Ihrem nächsten Team-Meeting und präsentieren Sie eine Idee, die Sie in den nächsten 90 Tagen umsetzen könnten.
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